Projekte am Bahnhof Göhrde

Pavillon

Der Stahlpavillon wurde Anfang der 90-er Jahre gebaut und wartet auf seine Fertigstellung

Pavillon auf der Spielwiese

Von einem Kooperationsprojekt mit Metallbauern in der Ausbildung in den 90er Jahren gibt es dieses "Pavillon-Gerüst".
Die öffentliche Finanzierung des Projekts wurde mitten im Projekt abgebrochen und so kam das Projekt zum Stillstand.
Seither sind wir auf der Suche nach Projektmitteln und Kooperationspartnern zur Vollendung dieses Schmuckstücks, welches dann für Gruppenarbeit, aber auch für Theater und Zirkusprojekte zur Verfügung stehen soll.
Trotz dessen, dass der Pavillon gegenwärtig nur ein Gerippe ist, wird er doch immer wieder in einzelne Projekte mit eingebaut. So war er im Sommer 1012, mit Planen abgedeckt, "Zirkuszelt" für die evangelische Stadtjugend Dresden, welche dort Proben und eine Aufführung durchführten.
Die mit Folien bespannten Wände dienten wiederum einer FSJ-Gruppe des IJGD (Internationale Jugendgemeinschaftsdienste e.V.) als "Wände" für Graffiti-Kunst (siehe Bild rechts).
Vielleicht bringt ja das Jahr 2016 gute Neuigkeiten für unseren Paillon.

Ökologie- und Philosophiestationen

Wie in unserem Selbstverständnis (Startseite) ausgeführt, fühlen wir uns einer aufklärenden, emanzipatorischen Bildungsarbeit im sinne einer Schule des kritischen Denkens verpflichtet.
Ein nicht unwesentlicher Teil des kritischen Denkens besteht unserer Ansicht nach auch in der Auseinandersetzung mit den immer drängender werdenden ökologischen Problemen der heutigen Zeit.
Im Spannungsbogen zwischen Philosophie, kritischer Theorie und Ökologie versuchen wir mit jungen Menschen an konkreten Utopien zu arbeiten.
Ein Teilprojekt in dieser Arbeit sollen die Ökologie- und Philosophiestationen auf dem Grundstücksteil nördlich der werden: kleine Häuschen in denen jeweils ein konkretes Thema in einer zum selbst Denken anregenden Ausgestaltung bearbeitet werden kann.
Noch ist das alles Zukunftsmusik, aber wir arbeiten und planen gedanklich schon intensiv daran.

nordseite-gueterschuppen

Nördlich der Schiene ist der historische Güterschuppen und das alte Gelände des Güterbahnhofs

Nordseite der Bahnlinie - Renaturierung

Als zwischen 1872 und 1874 der Bahnhof Göhrde gebaut wurde, legte man nördlich des Areals einen nach Osten entwässernden "Abzugsgraben" an um die Bahnanlagen gegen das vom Seißelberg herabströmende oberflächennahe Grundwasser und Oberflächenwasser zu schützen.
Dieser Graben verfügte am Abfluss über ein Wehr und war bis in die 80-er Jahre zu einem kleinen Stillgewässer aufgestaut.
Diesen Zustand wollen wir wiederherstellen um einheimischen Wasserpflenzen, Amphibien und wasserliebenden Insekten hier wieder eine Heimat geben zu können.
Davon profitieren werden auch die verschiedenen hier beheimateten Fledermausarten.

Nordseite der Bahnlinie - Renovierung des historischen Güterschuppens

Der nördlich der Gleise gelegene Güterschuppen gehört zum denkmalgeschützten Ensemble der historischen Bahnhofsanlage. Er ist seit langem in einem schlechten Zustand: bereits in den 50-er Jahren riss die Deutsche Bahn das marode Ständerwerk der Westfassade ab und zog statt dessen eine Kalksandstein-Mauer hoch.
Seit dem Frühjahr 2015 sind wir die neuen Eigentümer der Bahnhofsnordseite mit allen Gebäuden. Wir haben es uns das Ziel gesetzt, den Güterschuppen in seinem historischen Erscheinungsbild wieder herzustellen.
Wir planen diese große Herausforderung u.A. mit der Jugendbauhütte Stade anzugehen. Bei den Jugendbauhütten absolvieren junge Menschen ein freiwilliges jahr in der Denkmalpflege.
Langfristig erscheint eine Nutzung des Güterschuppens als Erweiterung unseres Seminarraums als nicht ausgeschlossen.

Breitfluegelfledermaus

Eine "gestrandete" Breitflügelfledermaus auf der Hand eines Tierschützers

Breitflügelfledermausbeobachtung

Als in den späten 80-er Jahren das Dach des Bahnhofsgebäudes renoviert wurde, waren sie bereits da: Die Breitflügelfledermäuse.
Normalerweise ist so eine Dachrenovierung das Ende einer Fledermauskolonie und besonders die Breitflügelfledermäuse reagieren sehr empfindlich auf Veränderungen.
Nicht so in diesem Fall: Die Veränderungen in der Dachkonstruktion boten den Tieren unverhofft ideale Bedingungen für ihre Kinderstube. Denn um eine Kinderstube, also quasi den Kreissaal für die Muttertiere, handelt es sich bei dieser Fledermausart. Die männlichen Tiere leben getrennt von den weiblichen, verstreut in lichten Wäldern und Parklandschaften. Seither können wir eine stetig wachsende Population der Tiere beobachten.
Im vergangenen Jahr (2015) betrug die bestätigte, also beim Ausflug aus dem Quartier gezählte, Anzahl der Tiere Anfang Mai 242 Individuen. Dies ist mutmaßlich die größte Kinderstube der Breitflügelfledermaus in ganz Deutschland.
Als vor drei Jahren dieses Vorkommen über unser Grundstück hinaus bekannt wurde (wir hatten Kontakt mit dem damaligen ehrenamtlichen Fledermausbeauftragten des Landkreises Lüneburg Walter Schulz aufgenommen), begannen wir uns Gedanken zu machen, wie diese hochinteressanten Säugetiere in unsere pädagogische Arbeit zu integrieren seien.
Inzwischen haben wir für unsere Bemühungen um den Fledermausschutz die Auszeichnung „Fledermausfreundliches Haus“ vom NABU e.V. verliehen bekommen und wir stehen im regelmäßigen Kontakt mit der aktuellen ehrenamtlichen Fledermausbeauftragten Dr. Ingelore Plate, sowie mit der Naturschutzbehörde des Landkreises.

Beobachtungsprojekt

Gemeinsam mit der Naturschutzbehörde des Landkreises Lüneburg planen wir "unsere Breitis" mit entsprechendem Kameraequipment nicht nur für uns, sondern auch für eine breite Öffentlichkeit erfahrbar zu machen.
Die Idee ist, sowohl die Hauptausflugstelle am Hausdach wie auch die von den Fledermäusen bewohnten Ritzen und Spalten im Dach unseres Hauses mit speziellen Kameras zur Beobachtung bei absoluter Dunkelheit auszustatten. Diese Bilder sollen dann auch als Live-Stream im Internet abzurufen sein.
Wenn alles so klappt wie wir uns das vorstellen, so werden bereits im Frühjahr 2016 "unsere Mädels" zu YouTube⁽™⁾-Stars avancieren. - Wir freuen uns darauf.